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Aus eins mach drei

Ein starker Kran auf Reisen

Bis | 15 Apr. 2017


Im Herbst 2015 erhielt der zertifizierte Partner von STAHL CraneSystems, Stahl Cranes & Hoists mit Sitz in Johannes­burg, Süd­afrika, einen besonderen Auftrag: Ein Zwei­träger­brücken­kran sollte ausgestattet mit der Technik von STAHL CraneSystems in Johannes­burg gefertigt und anschließend über Land- und Seeweg ins etwa 10.000 km entfernte Ghana transportiert werden. Wie so oft musste eine durch­dachte Sonder­lösung her, um dieses Projekt zu ermöglichen.

Der Auftrag von Orsam Oil and Gas Süd­afrika (Ortec) erreichte Stahl Cranes & Hoists im Oktober 2015: Ein Zwei­träger­brücken­kran mit einer Gesamt­trag­fähigkeit von 75 Tonnen sollte in das Werk von General Electric in Ghana geliefert werden. Am Stand­ort Künzelsau fertigte STAHL CraneSystems dafür einen Seilzug AS 7 und einen Seilzug SH als Hilfs­hubwerk an. Auch die Kran­komponenten für das Projekt, wie die Steuerung und die Fahr­antriebe wurden von STAHL CraneSystems nach Johannes­burg geliefert. Dort komplettierte und montierte Stahl Cranes & Hoists den Zweiträgerbrückenkran.

Doch wie kann ein riesiger Kran den weiten Weg vom südlichen Johannes­burg bis in das im westlichen Teil des Kontinents gelegene Ghana überwinden? Das Team von Stahl Cranes & Hoists entwickelten in Zusammen­arbeit mit Ingenieuren von STAHL CraneSystems eigens hierfür eine ausgeklügelte Träger­konstruktion, die sich aus drei Einzel­teilen zusammensetzt. So konnte der Kran nach erfolgreichem Aufbau im Werk in Johannes­burg zerlegt und in zwei ca. 12 Meter lange Container verpackt werden. Diese wurden über Land 600 km zum größten Container­hafen Afrikas in Durban transportiert. Von dort wurde der Kran auf dem See­weg ins über 9.000 km entfernte Ghana verschifft.

Um den knappen Zeit­rahmen des Projekts einzuhalten, reiste auch das technische Team von Stahl Cranes & Hoists unter der Leitung von Site Quality Manager Theunis van Schalkwyk nach Ghana. Unterstützt wurden die Techniker von fach­kundigem Personal von Orsam Oil and Gas, das bis zur Fertig­stellung des Projekts beim End­kunden General Electric tatkräftig mitarbeitete. Gemeinsam wurde der Kran wieder zusammen­gebaut, installiert und in Betrieb genommen.

Bei der Durch­führung des Last­tests hatte das Team mit einigen Heraus­forderungen zu kämpfen. Ghana steckt seit vier Jahren in einer Energie­krise und auch fließendes Wasser ist in dem Land keine Selbst­verständlich­keit. Für das Befüllen der Big-Bags musste zunächst Wasser mit Tank­wagen angeliefert werden, die jedoch den erforderlichen zuverlässigen Wasser­druck nicht erzeugen konnten. Dadurch wurde die Prüfung der SMC und SLE Ausgabe­geräte erschwert. Auch die schwülen Wetter­bedingungen und das unwegsame Gelände beeinträchtigten das Voran­kommen. Doch nach einigen Tagen konsequenter Arbeit und eifrigem Einsatz wurden alle Tests erfolgreich absolviert und die Kran­anlage konnte frist­gerecht in Betrieb genommen werden.

Möglich gemacht wurde dieses Projekt durch eine gute Kommunikation und Team­arbeit zwischen STAHL CraneSystems, dem Partner Stahl Cranes & Hoists, Ortec Süd­afrika und Ortec Ghana. Wir danken allen Beteiligten!

Mit freundlicher Unterstützung von Steve Claase, Stahl Cranes & Hoist

Ein inter­kontinentales Projekt: In dem neuen Werk von General Electric in Ghana wird die Kran­anlage von Stahl Cranes & Hoists aus Süd­afrika mit der Technik von STAHL CraneSystems aus Künzelsau aufgebaut.

Die drei Einzel­teile des Krans werden von einem fachkundigen Team zusammengesetzt.

Die in Künzelsau gefertigte Kran­technik (Seilzug AS 7 und Seilzug SH als Hilfs­hub­werk) erreicht das Werk von General Electric in Ghana.

Hinter dem Groß­projekt steht ein starkes Team, dessen unermüdlicher Einsatz die erfolgreiche Instand­setzung des Krans ermöglichte.

Kaum vorstell­bar, dass der stabile Kran mit einer Spann­weite von 24 Metern erst am Einsatz­ort aus drei Teilen zusammen­montiert wurde.

Die Kran­technik von STAHL CraneSystems wird zunächst in Johannes­burg an die Träger des Kran­bauers Stahl Cranes & Hoists angebracht, getestet und anschließend nach Ghana verfrachtet.

Für den Last­test werden an den Kran mit Wasser gefüllte Big-Bags gehängt. Auch mit der 1,25-fachen Nenn­last muss der Kran zur Abnahme sicher funktionieren.

Vor der weiten Reise nach Süd­afrika wird der Seilzug AS 7 und das Hilfs­hub­werk des Seilzugs SH in der Werks­halle in Künzelsau gefertigt.